Prüfung für den Kenntnisnachweis gemäß LuftVG erfolgreich absolviert

Videographics Geschäftsführer Stefan Warislohner hat die Prüfung zum Kenntnisnachweis bestanden.

Nachdem der UAV DACH e.V. und die darin ausbildenden Mitgliedsunternehmen im Juli 2017 die Zulassung für die Prüfung zum Kenntnisnachweis, dem sog. „Drohnenführerschein“  durch das Luftfahrtbundesamt erhalten haben, können seit einer Woche die Prüfungen abgenommen werden.

Das in Bergkirchen bei Dachau ansässige Schulungsunternehmen, die FF-Drone Academy, ist eines der ersten Unternehmen, die die Prüfung zum Kenntnisnachweis durchführen dürfen und hat bisher die meisten der bisher geschätzten 25 Lizenzen in Deutschland vergeben.

Warislohner hat am 12.08.2017 im Anschluss an die 60 minütige Prüfung mit insgesamt 11 Teilnehmern, darunter auch die künftigen Prüfer der Bergkirchener Drohnenflugschule, und unter strenger Aufsicht der Verantwortlichen des UAV-Dach den Kenntnisnachweis mit der Nummer 17 ausgehändigt bekommen.

Dabei ist ein Bestehen trotz intensiver Vorbereitung nicht garantiert. In der vorgegebenen Zeit sind zum Teil äußerst  anspruchsvolle Fragen zu den Bereichen Luftrecht, Navigation, Meteorologie und  Flugbetrieb zu beantworten. Denn, was eine orographische Turbulenz, ein Wirbelringstadium oder eine „saugende“ Wolkenform ist, gehört nicht notwendigerweise zum erweiterten Allgemeinwissen. Die Prüfungsdurchführung  erinnert dabei nicht im Geringsten an eine Freizeitveranstaltung und ist eine ernstzunehmend Prüfungssituation, wo lautes Räuspern oder auffällige Körperbewegungen zum sofortigen Ausschluss führen könnten.

Die festgelegten Prüfungskriterien fordern, dass für ein Bestehen mindesten 75% der Fragen in jeder Kategorie richtig beantwortet werden müssen. Allerdings, die Anzahl der Fragen ist nicht in allen Kategorien gleich und da kann es dann schnell passieren, dass eine einzige falsche Antworte zu viel ausreicht, um nochmal zur Nachprüfung eingeladen zu werden.

Bis spätestens 1. Oktober 2017 muss jeder „Steuerer eines uLFZ“ (uLFZ: unbemanntes Luftfahrzeug) der entweder ein Gerät mit einem Gesamtgewicht von 2.000 Gramm abheben lassen, oder ungeachtet der Startmasse eine Ausnahmegenehmigung beantragen möchte, diesen Kenntnisnachweis erworben haben und bei jedem Flug mit sich führen.  Außerdem muss das Fluggerät mit der in der LuftVO geforderten sichtbaren und feuerbeständigen Plakette mit Name und Adresse des Halters versehen sein.

Die Kehrseite der Medaille allerding bleibt nach wie vor, dass private Drohnen, solange diese unter 2.000 Gramm Gesamtgewicht bleiben von jedem betrieben werden können, ohne jeglichen Zwang sich mit dem Luftverkehrsgesetz auseinandersetzen zu müssen – die Gesetze und Vorschriften gelten natürlich gleichermaßen für alle!

Unsere Erfahrung zeigt, dass selbst Firmenkunden manchmal seltsam reagieren: Da macht man darauf aufmerksam, dass für den angefragten Auftrag neuerdings noch eine Ausnahmegenehmigung einzuholen sei, was ggf. ein paar Tage dauern könnte, worauf der Kunde dann meint, dann würde er das doch einfacher mit der kleinen Drohne seines Nachbarn „mal schnell machen“.  Da sind dann leider doch zunehmend die Aufsichtsbehörden und Polizeidienststellen im Zugzwang!

Vielleicht kommt ja die Versicherungsbranche noch auf die Idee, UAVs (UAV: unmanned aerial vehicles) nur unter Maßgabe der Vorlage eines Kenntnisnachweises zu versichern, oder ein entsprechendes Rabattsystem einzuführen.  Dabei bleibt allerding fraglich, ob die Mehrzahl der privaten „fliegenden Kameras“ überhaupt versichert ist, obwohl eine Luftfahrt-Haftpflichtversicherung für jedes UAV, unabhängig von Größe, Gewicht und Verwendung, verpflichtend ist.

Zurück zu uns: Wir sind jedenfalls stolz darauf, schon jetzt die ab 1. Oktober 2017 geltenden Anforderungen gänzlich zu erfüllen und können uns ab sofort wieder zu einhundert Prozent auf unsere Kunden fokussieren!

 

2017-08-14T09:28:00+00:00 14/08/2017|